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13. Dezember 2019

Was hat St. Martin eigentlich mit der „Tafel“ zu tun?


FRAGE: Was  hat  St. Martin  eigentlich  mit  einer  „Tafel“  zu tun?

Es klingt im ersten Moment positiv, ja fast anrührend, wenn ein Werler Kindergarten mit seinen Kindern im Namen von St. Martin Nahrungsmittel für die  „Tafel“ sammelt. Als Anlass für diese barmherzige Aktion wird das gute Beispiel von St. Martin herangeführt, unter der Überschrift: „Teilen wie St. Martin“!

Sammelte man früher in diesem Land noch für Arme in „Drittweltländern“, so wird heute bereits wie selbstverständlich für Familien, Rentner, Langzeitarbeitslose, Geringverdiener in Deutschland gesammelt, deren Elendseinkommen oft nicht einmal mehr zum satt werden reichen. Was hätte St. Martin wohl zu so einer unsozialen und ungerechten Gesellschaftsordnung gesagt, wo sich die Schar der vielen, „reichen Arbeitslosen“ quasi einen (sinnbildlichen) „Porsche“ nach dem anderen kauft,  die Ferienhäuser auf einer bekannten Nordseeinsel nicht selten  die 20 Millionen Euro Grenze überschreiten, die Luxusuhren in den Auslagen der  Großstadtjuweliere immer häufiger sechsstellige Preisschilder tragen……usw.?   Die reiche „Oberschicht“ oder die „reichen Arbeitslosen“ (Neo-Feudalklasse)  in Deutschland leben nicht selten, zudem völlig leistungslos von den Erträgen „ihrer“ Millionen- und Multi-Millionenvermögen in Saus und Braus, aber gleichzeitig müssen immer mehr Rentner, Familien, Geringverdiener… zur Suppenküche gehen und um milde „Gaben“ und aussortierte Reste anstehen, nur um in diesem „reichen Land“ noch satt werden zu dürfen! Der sinnlose  Reichtum der einen Gruppe ist in Wahrheit die Massenarmut der anderen, mit Leistung hat dieser sündhafte Reichtum einer relativ kleinen Gruppe natürlich in aller Regel nichts zu tun. Aber hier stimmt doch dann etwas nicht und wahrscheinlich könnte der historische St. Martin derartige Missstände  kaum ertragen? Leider hört man von seinen bischöflichen Amtsnachfolgern in Deutschland nur sehr wenig glaubwürdige Kritik an diesen ungeheuerlichen sozialen Verwerfungen, die ausschließlich einer bewusst gewollten Umverteilung von unten nach oben geschuldet sind. Fälle, wie z. Bsp. der des ehemaligen Limburger Protzbischofs Tebartz-van Eltz werfen kein gutes Licht auf die soziale Mentalität/Glaubwürdigkeit/Verantwortung der Kirchenführung in Deutschland? Vielleicht liegt diese recht abgehoben anmutende Mentalität aber auch einfach nur an den recht einkömmlichen, teilweise fünfstelligen Monatsbezügen, die diese armen  „Nachfolger Christi“ jeden  Monat vom deutschen Steuerzahler, trotz Kirchensteuern und den Milliardenvermögen der Bistümer, noch zusätzlich kassieren?  Bezüglich der Tafelsammlung eines katholischen Werler Kindergartens nimmt Manfred Such darum in einem  kritischen Leserbrief nun offen Stellung. „Tafeln“ müssen nämlich abgeschafft und durch ein rechtssicheres und gerechtes Sozial- und Einkommenssystem ersetzt werden! Leider hat man diese äußerst wichtige, sozialpolitische Forderung auch von Seiten des „katholischen“ Kindergartens wieder nicht vernommen – vielleicht sammelt der betreffende Kindergarten ja demnächst dann besser direkt beim Erzbischof von Paderborn, das Vermögen der Erzdiözese Paderborn betrug -laut offiziellem Jahresabschluss 2017- übrigens schlappe 4,28 Milliarden Euro!

Berit Such & Manfred Such Leserbrief

„Teilen wie St. Martin“

Mit der Spendenaktion des St.-Peter-Kindergartens wird die durch die peinliche Armutswette des Bürgermeisters, der sein Gewicht in Spenden für die Werler Tafel aufzuwiegen verwettete, eine beschämende Spendenpraxis für die Werler Tafel fortgesetzt.

Kein Wunder, bei der beifallumtosenden Berichterstattung des Anzeigers über solche Aktionen, dass sich nun auch die „Pädagogen“ des St.-Peter-Kindergartens mit einer Gutmenschenaktion in die Öffentlichkeit drängen. Und darum haben sich, wie der Anzeiger berichtet, „die Kinder“, wohlgemerkt nicht die Kindergärtner, zum Thema St. Martin über Teilen, Überfluss und Armut  nachgedacht und Lebensmittelspenden für den „Caritas-Warenkorb“ gesammelt.Teilen wie St. Martin?  Ein stolzer Ritter, der einen Erfrierenden im Schnee liegen lässt, ihm einen halben Mantel zurücklässt und in seine warme Burg reitet, scheint das große Vorbild für eine Gesellschaft zu sein? Solche „Spendenpraktiken á la St. Martin“ werden im Strafgesetzbuch als unterlassene Hilfeleistung unter Strafe gestellt.Wer solche Zustände, wie sie durch die Tafeln dokumentiert werden, in Deutschland zu verantworten hat, wer Hartz IV, Kinder- und Altersarmut befördert oder verharmlost, sollte zur Verantwortung gezogen werden!Eine Gesellschaft, die sich mit den Tafeln eine Gedenkstätte ihres Versagens schafft, an der man mit Spenden sein Gewissen beruhigen kann, befindet sich bereits weit außerhalb aller moralischen (christlichen) Werte.Erschreckend, dass Kindergartenpädagogen sich die Armut in Werl für ihre zweifelhaften Moralvorstellungen zunutze machen und Kindern ein Weltbild vermitteln, das die, die im Überfluss leben zu Vorbildern stilisiert, wenn sie denn ihren halben Mantel verschenken.

Wäre es nicht zum Fremdschämen, könnte der Spendenzug zu den Tafeln mit „rabimmel, rabammel, rabumm“ weiterziehen.

Wir sind auf die nächste peinliche Aktion für die Werler Tafel gespannt.

Eine Antwort “Was hat St. Martin eigentlich mit der „Tafel“ zu tun?”

  1. SEE YOU LATER ALLIGATOR
    28. November 2018 am 23:25

    das plutokratische System in der BRD (Herrschaft des Geldes) mit seiner Fassadendemokratie veräppelt systematisch besonders die „kleinen Leute“ – warum gibt es z. Bsp. in den Niederlanden wie selbstverständlich eine Grundrente, so dass „Tafelrenter“ dort vollkommen unbekannt sind ? Es ist eben so, dass Reste aus Supermärkten hier nicht als Tierfutter verwendet werden dürfen… warum also teuer entsorgen… ? Und wenn dann auch noch so rührseelige St.Martin Stories diese ganze menschliche Tragödie/Schweinerei überkleistern, dann kann der politische Schlafmichel doch ruhig weiterschlafen… !? Und diese lächerlichen Kirchenfürsten in ihren goldenen Käfigen nimmt doch heute eh niemand mehr ernst, darum geht auch keiner mehr hin…so naiv wie früher sind die Menschen eben nicht mehr. Diejenigen, die wirklich noch einen „Glauben“ besitzen sind meiner Beobachtung nach häufig Moslems. Ich denke, diese Religion wird darum mittelfristig hier zur Hauptreligion werden… aber selber Schuld, die christliche Kirche hat sich durch ihre permanenten personellen Fehlbesetzungen inzwischen restlos selber demontiert, mit ihren verbeamteten, satten Staatsgeistlichen geht der ganze, verkommene Rums grade flott über die Wupper! Wer mit dem Teufel aus einem Topf essen will braucht halt einen verdammt langen Löffel..:) See you later alligator

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