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20. September 2019

Werler „FOC-Waterloo“. Riesen Glück für Werler Innenstadt – Bürgermeister, Verwaltungsspitze und Mehrheitspolitik scheitern endgültig auf ganzer Linie!


Leserbrief von Manfred und Beret Such

„Aus für „Jahrhundertprojekt““

 

Recht hat der Vertreter der IHK, wenn er das Urteil zum FOC positiv sieht und meint, dass sich mit dem Aus neue Chancen für Werl und besonders für die Innenstadt böten.Es fragt sich nur, ob es dafür vielleicht nicht schon zu spät ist. Mit dem Beharren der Verantwortlichen in der Stadt Werl, die auf dieses von Anfang erkennbar tote Pferd eines FOC gesetzt haben, wurde nicht nur viel Geld in den Sand gesetzt, sondern auch Planungen für eine Stärkung der Innenstadt ohne ein FOC unterlassen.Begleitet wurden die Planungen von einer Lokalredaktion, die das FOC bejubelte und mit Kommentaren begleitete, die einer Werbeagentur für das FOC  gut zu Gesicht gestanden hätten. Die Bilder aus den Hochglanzbroschüren der Betreiber und suggerierende Kommentare wie „Werl – FOC Standort „wie geschnitzt“ – „Kunden wollen solche Einkaufsmöglichkeiten“ – „Werl ein idealer FOC-Standort“ sollten den Lesern die angeblichen Vorzüge dieses „Jahrhundertprojekts“ schmackhaft machen.

Kritische Kommentare wurden regelmäßig unterdrück, Kritiker mundtot gemacht oder abgebügelt. Vergessen wurde auch, dass in Werl bereits ein „Jahrhundertprojekt“ aus dem vergangenen Jahrhundert kläglich gescheitert war. Die Trabrennbahn sollte Werl aus dem Sumpf der drohenden Bedeutungslosigkeit ziehen. An gleicher Stelle geplant, wurde auch dieses tote Trabrennpferd von der Werler Presse bejubelt. Genau dort, wo zur Trabrennbahn und zum FOC die Jubelkommentare produziert und Kritiker denunziert wurden, herrscht jetzt Schweigen. Kein Kommentar zum „Schlag ins Gesicht“ der Verantwortlichen. Im Gegenteil wird in dem Bericht des Anzeigers kolportiert, es blieben – Zitat: „keine finanziellen Leistungen an der ohnehin klammen Stadt hängen; die Kosten trage der Investor, der dem Vernehmen nach einen Millionen Betrag in die Werler FOC gesteckt hat“ – Zitat Ende. Wer das glaubt, hat sicher etwas mit der berühmten Kneifzange oder dem ebenso berühmten Klammerbeutel zu tun.

Wie es auch sei, es wird höchste Zeit, dass sich Werl endlich aus der Umklammerung ewig Gestriger und einer Meinungsmache befreit, die zum wiederholten Mal den Beweis liefern, dass ihr Tun weit von dem entfernt ist, was dem Nutzen der Allgemeinheit dient.

Sich wirkungsvoll dem Niedergang einer Innenstadt entgegenzustellen, sieht anders aus. Vorschläge dazu hat es von unserer Seite im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl gegeben. Dass sie den Weg in die Öffentlichkeit nicht gefunden haben, ist uns nicht anzulasten. Erste Schritte, um nun zu einer wirklichen Veränderung des Marketing für Werl zu kommen, wären, die Handelnden für die Schäden, die für die Stadt (nicht nur finanziell) eingetreten sind, zur Verantwortung zu ziehen. Und schon jetzt sind Rücktritte zu fordern, falls es an Charakter fehlt, selbst die Konsequenzen zu ziehen.

3 Antworten “Werler „FOC-Waterloo“. Riesen Glück für Werler Innenstadt – Bürgermeister, Verwaltungsspitze und Mehrheitspolitik scheitern endgültig auf ganzer Linie!”

  1. Martin
    22. November 2018 am 20:15

    Ja hunderte von teuren Arbeitsstunden von „Spitzenvertretern“, oder zumindest Spitzenverdienern der Werler Verwaltung wieder sinnlos verbraten. Was dieser ganze FOC-Unsinn bewirkt hat? 1. Werl hat sich bei den Nachbarkommunen restlos unglaubwürdig und unbeliebt gemacht, während man dort Innenstädte mit viel Mühe/Geld verantwortungsvoll aufgewertet und zukunftsfähig gemacht hat, wollte man in Werl mal eben den schnellen Euro auf der grünen Wiese machen ?! 2. Das Geschäftesterben in der Werler Innenstadt hat sich während dem ganzen FOC-Theater rasant beschleunigt, denn wer will ausgerechnet in der Werler Innenstadt noch Geld in neue Geschäfte investieren, wenn eh alles demnächst auf der günen Wiese vor der Stadt stattfinden soll. 3. Nachbarkommunen haben massiv aufgerüstet, um einem dohenden Wettbewerb mit einem Werl-Foc besser standhalten zu können, haben also ihren Standortvorteil aus heutiger sicht noch deutlich verbessert, indirekt also Werl völlig abgehängt! FAZIT: Wieder eine absolute Schuss in`s Knie Idee, so langsam fragt man sich wirklich, was das noch alles mit halbwegs gesundem Menschenverstand zu tun haben soll? Der Schaden für Werl ist leider wieder ganz erheblich. Respekt für die WP!, die auch in diesem Punkt immer eine klare Kante und Weitsicht bewiesen hat.

  2. Lass Hirn vom Himmel fallen!
    22. November 2018 am 22:27

    Das Werler CDU, SPD und BG diese ganzen Dauer -Loosereien immer noch decken und mittragen ist inzwischen schon fast unerträglich, es spricht leider NICHT! für irgendeine kommunalpolitische Befähigung! In diesem Fall war absolut klar ersichtlich, dass man die Hände von diesem unseeligen Projekt hätte lassen MÜSSEN!!!!! Man verkauft doch nicht die gewachsene Seele einer Stadt – Innenstadt- zum Vorteil irgendwelcher dahergelaufener „Investoren“ – was für ein Skandal! Das blödsinnige Gequatsche vom „Werler Foc“, „wir bekommen ein FOC“ bla, bla…. wer hat diese populitische Stimmungsmachscheiße eigentlich betrieben, hier muss wohl besonders einmal die Rolle eines gewissen Redakteurs genauer unter die Lupe genommen werden? Das aus ehemals 1000 erfundenen Arbeitsplätzen inzwischen 400 wurden…. auch dies spricht Bände, Bände dafür, wie man hier immer wieder versucht, die Menschen mit abgenutzten Märchen zu verd…. Wer das nicht glaubt kann ja mal recherchieren, wieviele „Arbeitsplätze“ damals mit Atu entstehen sollten!? Ach ja… da war doch noch der absolute Oberhammer-Vorschlag des ehemaligen Vorsitzenden, des neuen Heimat- und Geschichtsvereins… mit den selbstfahrenden Shuttelfahrzeugen zwischen Werler Innenstadt/Bahnhof und FOC… gegen so einen Käse klingen sogar Grimmsche Märchen noch wie eidesstattlich versicherte Tatsachenberichte…… Oh man 🙁

  3. Marc Fischer
    19. Dezember 2018 am 17:02

    Guten Tag,

    Werl leidet wie alle Städte, die keine typischen Beamtenstädte wie Münster und Co. sind unter sich selbst. Den Werlern fehlt vermutlich unterm Strich die allg. Kaufkraft, die dann wieder potenzielle Unternehmen in die Innenstadt locken würde. Als Unternehmer im gehobenen Segment jenseits der Lebensmittel würde ich Werl ebenfalls nicht wählen. Das Einzugsgebiet ist zu schlecht! Und die politischen lokalen Rahmenbedingen erschweren dies ebenfalls.

    Auch die Nachfolger von Herrn Grossmann werden vermutlich scheitern… hier kommen nur noch echte Macher in Frage mit besten Kontakten. Gegebenenfalls muss auch über eine weitere Privatisierung und dem allg. Abbau der Verwaltung nachgedacht werden.

    Das System verhindert aber freie Gedanken… da wird sich auch in 1000 Jahren kaum was ändern…

    PS: Kenne die größte Bundesbehörde gut von innen!

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